Leitweg-ID prüfen
Geben Sie eine Leitweg-ID ein. Der Prüfer kontrolliert Aufbau und Prüfziffer und zeigt, aus welchen Teilen sie besteht. Die Prüfung läuft nur in Ihrem Browser.
Was ist eine Leitweg-ID?
Die Leitweg-ID ist die elektronische Adresse einer Behörde für Rechnungen. Wer an eine öffentliche Stelle in Deutschland eine E-Rechnung schickt, gibt sie im Feld „Buyer reference“ (BT-10) an. So landet die Rechnung automatisch bei der richtigen Stelle.
Wann brauchen Sie eine Leitweg-ID?
Nur bei Rechnungen an Behörden (B2G). Zwischen Unternehmen ist sie grundsätzlich nicht nötig, auch nicht durch die E-Rechnungspflicht seit 2025. Schreibt das Format das Feld BT-10 vor, reicht im B2B-Bereich ein Platzhalter wie „-“.
Bei Behörden des Bundes gilt die E-Rechnungsverordnung (ERechV): Rechnungen müssen elektronisch gestellt werden. Ausgenommen sind unter anderem Rechnungen nach einem Direktauftrag bis 1.000 Euro. Übermittelt wird über das Rechnungseingangsportal des Bundes (OZG-RE). Die Länder haben eigene Regeln und Portale.
Aufbau der Leitweg-ID
Eine Leitweg-ID hat zwei oder drei Teile, getrennt durch Bindestriche, und ist 5 bis 46 Zeichen lang:
| Teil | Inhalt | Pflicht? |
|---|---|---|
| Grobadressierung | 2 bis 12 Ziffern. Die ersten beiden stehen für das Bundesland (01 bis 16) oder den Bund (99), danach können Regierungsbezirk, Landkreis und Gemeinde folgen. | ja |
| Feinadressierung | Bis zu 30 Buchstaben und Ziffern. Damit unterscheidet die Behörde intern zum Beispiel Abteilungen. | nein |
| Prüfziffer | Zwei Ziffern am Ende, berechnet wie bei der IBAN (Verfahren ISO/IEC 7064, Modulo 97-10). | ja |
Beispiel aus der offiziellen Spezifikation: 04011000-1234512345-06. „04“ steht für Bremen, „1234512345“
ist die Feinadressierung und „06“ die Prüfziffer.
Häufige Fragen
Brauche ich eine Leitweg-ID für E-Rechnungen an Unternehmen?
Nein. Zwischen Unternehmen (B2B) wird grundsätzlich keine Leitweg-ID benötigt. Verlangt ein Format das Feld „Buyer reference“ (BT-10), genügt laut Bundesfinanzministerium ein Platzhalter wie „-“.
Woher bekomme ich die Leitweg-ID einer Behörde?
Die Leitweg-ID vergibt die öffentliche Stelle selbst. Sie teilt sie ihren Lieferanten mit, meist mit dem Auftrag oder der Bestellung. Fragen Sie im Zweifel direkt bei der Behörde nach, denn ein bundesweites Verzeichnis aller Leitweg-IDs gibt es nicht.
Was passiert bei einer falschen Leitweg-ID?
Mit einer falschen Leitweg-ID kann die Rechnung nicht richtig zugestellt werden. Die zweistellige Prüfziffer am Ende soll genau das verhindern: Sie zeigt die meisten Tippfehler sofort an.
Ob Sie überhaupt E-Rechnungen ausstellen müssen, zeigt der Pflicht-Check. Eine empfangene XRechnung können Sie im E-Rechnung Viewer lesbar anzeigen.
Quellen: BMF: Fragen und Antworten zur E-Rechnung, Fragen 4a und 6 (Stand März 2026), Formatspezifikation Leitweg-ID, Version 2.0.2, § 3 ERechV. Geprüft am 8. Oktober 2026.